Dreamhack – Leipzig 2016

dreamahckZur Einleitung zitiere ich am besten die englische Wikipedia: „DreamHack is the world’s largest digital festival, a local area network gathering with live concerts and competitions in digital art and esports first held in Malung, Sweden.“ Mittlerweile werden an diversen Orten in Europa (und bald auch in den USA) Dreamhacks veranstaltet, die allererste in Deutschland fand vom 13.-15.1.2016 statt. Wie Budi von den Rocketbeans es ausdrückte: „Gaming kehrt endlich nach Leipzig zurück!“ (siehe Games Convention).

Im Laufe der Woche hatten Marcus und ich viel Werbung für die Dreamhack im Rahmen des Rocketbeans-Programms gesehen, bis er Donnerstag Abend zu mir meinte: „Also ich wäre ja schon neugierig – außerdem mal ne Gelegenheit, die Rocketbeans live zu sehen und in Leipzig war ich auch noch nie.“ Ich: „Fahren wir halt hin, such ein Hotel raus!“ Er: „Ok! *such*“ Praktisch: Die Hotelpreise waren recht moderat, ganz anders als z.B. zur Gamescom in Köln. Wir fuhren also Freitag Nachmittag los, von uns aus braucht man 2,5 – 3h bis nach Leipzig. Zeit genug, gemütlich einzuchecken, sich was zu essen zu suchen und dann noch zur Messe aufzubrechen: dort war die Friday-Night-XMG-Party mit Dosenbeatz-Support (ab 23h)! Der Party-Bereich in der Halle war extra abgesperrt, man kam mit extra Party-Bändchen rein (und nur ohne Bierflaschen raus). Wo wir schon dort waren, haben wir uns auch direkt einen Überblick über die Halle verschafft. Die Stände der diversen Aussteller waren natürlich nachts nicht besetzt, aber am anderen Ende liefen noch Starcraft- und Counter-Stirke-Turniere mit beachtlich großem Publikum (für die Uhrzeit). Aber wir waren ja primär wegen der Party da, also wieder zurück dorthin.

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Bohnen wissen, wie man Party macht!

Da männliche Nerds wenigstens (fast) alle nicht tanzen können und von den weiblichen auch nur ein paar, hab ich mich auch mal getraut, etwas rumzuwackeln 😉 Die Stimmung war super und das Ende war das beste: „Wir spielen jetzt zum Abschluss was, wo ihr alle mitsingen könnt!“ Was folgte, seht ihr hier 😀

Natürlich wurde es am nächsten Morgen etwas später, so schafften wir es gerade während des Programms „Moin Moin“ zur Rocketbeans-Bühne. Weil es recht spaßig war, hielten wir es lange dort aus (beim nächsten Mal nehme ich mir einen Stuhl mit! 😉 ). Im Anschluss hatten sie Starcraft-eSportler TLO zu Gast, der interviewt wurde während Eddy und Dennis R. Blobby Volley spielten.

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Als eSportler musste TLO sich natürlich im Anschluss auch in Blobby Volley beweisen. Anscheinend sind Skills tatsächlich von Spiel zu Spiel übertragbar, denn er schaffte es, Dennis zu schlagen. Von den diversen Herausforderern aus dem Publikum konnte das später kaum einer nachmachen, weder in diesem, noch im folgenden Spiel.

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„Towerfall Ascension“ kannte ich vorher auch noch nicht

Was gab es sonst noch so, außer den Rocketbeans? Zum Beispiel die Lan-Area! Eine 1000-Mann-Lan fand in einem abgetrennten Bereich der Halle statt. Als nicht-Teilnehmer durfte man zumindest durchlaufen und gucken. Da saßen die Leute im halbdunkel und zockten vor sich hin, relativ ruhig. Manche hatten immerhin ihre Tische ein wenig mit bunten Lichtern dekoriert – das ist aber schon das einzige, was diese mit unseren Lans gemein hatte. Ich gehe lieber auf Lan-Parties, wo man sich quer durch den Raum freundschaftlich anschreien kann und insgesamt das Gemeinschaftsgefühl, also der „Party“-Anteil, überwiegt 😉

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Serious business

Außer der Lan gab es noch die richtigen pro-Turniere, die auf der „Open-Bühne“ und in einem Open-Bereich (abgesperrt durch Bänder) in der Halle abgehalten wurden. Wir haben auf der großen Bühne ein wenig bei CS zugesehen und uns gefragt, wie zur Hölle die eigentlich wissen, wenn vor ihnen jemand hinter einer Kiste/Tür/sonstwas sitzt. Bei Starcraft sind wir einmal durch die Reihe gelaufen und haben ungläubig geguckt, wie wahnsinnig schnell die Pros spielen! Groß gucken „was mach ich denn jetzt“ müssen die gar nicht mehr; Roboter könnten nicht viel schneller spielen. Verrückt.

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Container für die CS-Teams auf der Bühne, damit die Spieler nicht mitkriegen, was die Zuschauer im Spectator-Modus sehen

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Die meinen das ernst ^^

Zwischendurch haben wir uns auch die Aussteller angesehen, besonders wollte ich die Gelegenheit nutzen, noch einmal eine Oculus Rift auszuprobieren. Hier hatte AMD ein paar Stationen aufgebaut, teils wurde eine Dino-Demo gezeigt, teils eine etwas abstraktere. Ich bekam die Dino-Demo: man saß in einer halboffenen Höhle zwischen Dinoeiern, eine Libelle flog einem um den Kopf und gegen das Gesicht. Irgendwann kam ein T-Rex, stampfte und brüllte vor einem rum. Zu guter Letzt fingen die Eier neben einem zu schlüpfen an. Prinzipiell ganz nett, man konnte sich schön umsehen und erlebte alles sehr plastisch. Ich habe mit der Technik allerdings zwei Probleme: natürlich ist die Auflösung nicht sehr hoch und man hat dadurch, dass ein Pixel aus drei verschiedenfarbigen LEDs besteht und das noch durch eine Linse vergrößert wird, immer „Regenbogeneffekte“ (so nenne ich sie mal) im Bild. Mein zweites, größeres Problem: ich sehe das Bild so gut wie immer unscharf, nur Bereiche im Augenwinkel sind ab und zu mal scharf. Woher kommt das? Ich bin nicht kurz- oder weitsichtig, allerdings schiele ich ein wenig. Hängt das eventuell damit zusammen? Auf jeden Fall überzeugt mich das ganze noch nicht so, dass ich sagen würde „muss ich haben!“.

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AMD-Stand

Neben diversen Firmenständen, bei denen man Hardware und Peripherie anschauen und ausprobieren konnte (MSI, Roccat, Razer, ..), gabe es auch Dinge zu kaufen. Der Mediamarkt hatte extra einen Store aufgebaut, wo es die entsprechenden Gamer-Marken zu kaufen gab. Eine Logitech-Hostess meinte auch zu uns „schauen sie doch mal, das ist bis zu x Prozent günstiger als sonst!“. Ja, es mag günstiger gewesen sein als normalerweise im Mediamarkt, aber nicht günstiger als im Internet, wie ein schneller Vergleich per Handy ergab. Wir waren dann doch lieber Sachen shoppen, die man nicht so einfach und günstig übers Internet bekommt: Plüsch-Merch! 😉

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Alle mitnehmen und knuddeln! 😉

Im Rahmen der Dreamhack veranstaltete auch Pokerstars ein Turnier, mit ein paar Pokerprofis, diversen Internet-Persönlichkeiten (Youtuber, Twitcher, etc.) und Online- und Offlinequalifikanten. Man hätte sich direkt neben den Spieltisch stellen und gucken können, aber da kriegte man weniger mit als in der Übertragung 30 Meter weiter (die 5 Minuten zeitversetzt lief). Ich konnte uns einen Platz auf dem Sofa direkt vor der Leinwand ergattern, links von uns hatten wir die Kommentatoren in der Losers‘ Lounge im Blick. Marcus hatte noch nie zuvor Poker geguckt, also habe ich ihm das alles nebenher etwas erklärt, während wir (unter anderem) Eddy von den Rocketbeans und dem Pro George Danzer beim Spielen zusahen. Keiner von beiden kam jedoch unter die letzten drei, durfte also am Sonntag nicht um das Preisgeld spielen. Für den Pro wären die 5000€ für den ersten Platz sowieso nur Peanuts gewesen 😉

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Der mit dem Iro ist der Pro. Klar, oder? 😉 (Die sind öfter mal etwas exzentrisch.)

Über das Zuschauen beim Poker haben wir dann gar nicht beim Cosplay-Wettbewerb zuschauen können (nur die Beschallung mitbekommen und die Tatsache, dass wohl sehr viel los war), was aber gar nicht so schlimm war: die Leute in den coolen Kostümen waren größtenteils schon den Tag über auf der Messe unterwegs, wo wir sie bestaunen konnten.

Insgesamt war der Tag auf der Dreamhack ganz unterhaltsam, auch wenn wir persönlich mit eSport nur begrenzt was anfangen können 😉 Aber es war deutlich angenehmer und leerer als auf der Gamescom, wo man für die meisten interessanten Sachen stundenlang anstehen muss. Wer einen unterhaltsamen Tag mit Geeks verbringen will, ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben 🙂

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geek & biologist
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Eine Antwort zu Dreamhack – Leipzig 2016

  1. corny83 schreibt:

    Coole Aktion und toller Artikel! Thanks! 🙂
    Super auch das endlich mal wieder was in Leipzig ist, nachdem Köln Ihnen die Gamescom weggeschnappt hat 😉

    Zu den Counterstrike-Profis und woher die wissen wo wer sitzt:
    Ich hab mal in nem Video von nem Profi-Turnier mitbekommen, dass es da anscheinend ein paar Hot shots geben soll, also Plätze bei denen bevorzug gecampt wird. Folglich schießen die Gegner da teils blind hin (und treffen dann ab und an so als könnten sie zaubern ^^).
    Und die Starcraft Zocker sind eh ne Klasse für sich. Ein Wunder das die Tastaturen diese Vielzahl an Befehlen überhaupt verarbeiten können ^^

    Und zur Oculus Rift: Ich wart ja noch auf das HTC Vive *g*
    Und entweder werd ich dann damit erstmal die ganzen alten Klassiker spielen (Wing Commander und Co), die aufgrund ihrer damaligen technischen Limitierung (800×600 Pixel) auf den virtuell Brillen scharf aussehen dürften ^^ oder ich warte noch auf die 2. Generation, die hoffentlich die von Dir angesprochenen Problematiken behebt.
    Wie ist den das mit dem 3DS? Hast Du da auch Shwierigkeiten das „scharf“ zu sehen? Soweit ich weiß läuft das doch über Eyetracking – folglich dürfte der 3DS Deinen leichten Strabismus kompensieren dürfen – was wiederum bei den jetztigen virtuell Reality Headsets noch nicht möglich ist bzw. noch nicht implementiert wurde.

    Auf jeden Fall ne tolle Zusammenfassung und es freut mich auch zu lesen das die Rocketbeans, nach dem aus von Giga, und Ihrem Onlinechannel jetzt endlich so erfolgreich sind (mit ihrem eigenen Ding) wie es sie schon immer verdient hatten! 🙂

    LG
    Corny

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